Ideen zur Todesstrafe von Kant und Rousseau

Kant
Sowohl Kant als auch Rousseau unterstützten die Todesstrafe für Mörder, und beide glaubten, dass ein souveräner Machthaber das Recht hat, diese Strafe für Verbrechen zu verhängen. Dennoch gab es große Unterschiede bei diesen beiden Männern in der Definitionen der "souveränen Macht."

Kant betrachtet den Herrscher getrennt vom übrigen Volk: seiner Ansicht nach war der Machthaber berechtigt, die Menschen für ihre Verbrechen zu bestrafen, aber es war niemand berechtigt, den Herrscher zu bestrafen, solange er die Position des Machthabers innehat. Rousseau dagegen betrachtet den Machthaber wie das Volk als Ganzes, oder in Fällen von Meinungsverschiedenheiten, betrachtete er den Machthaber als den größten Teilbereich des Volkes, mit dem es sich zu einigen galt.

In der amerikanischen Regierung scheinen Kants Ansichten in die Prozesse, die unternommen wurden um die Gesellschaft von der "Herrschaft des Mobs" zu schützen, Einfluss gefunden zu haben- die Entstehung der Republik, die Wahl der Vertreter , die Errichtung des Electoral College, und die Immunität des Präsidenten vor Strafverfolgung ; Rousseaus Ansichten scheinen in der Bildung einer Regierung "vom Volk, durch das Volk, für das Volk“ (Abraham Lincoln). zum Ausdruck zu kommen.

Ein Anliegen der Amerikaner, die sich gegen die Todesstrafe geäußert haben, ist die Tatsache, dass Personen mit niedrigem Einkommen, denen ein Verbrechen vorgeworfen wird, sich in der Regel nicht leisten können, für die rechtliche Vertretung zu bezahlen, und die vom Gericht bestellten Pflichtverteidiger haben keinen finanziellen Anreiz bei „schweren Fällen“ sich für die Sicherung eines "nicht-schuldig" Urteils für Ihren Mandanten einzusetzen.

Rousseau
Dies ist eine Sorge, die Kant dazu bewegte seine Ansichten über die Todesstrafe noch einmal zu überdenken und seine Ansicht zu diesem Thema der Öffentlichkeit nahe zu bringen. Kant betont die Bedeutung der Gleichheit aller vor dem Gesetz, mit Ausnahme des Souveräns, der nur befreit war aufgrund seiner Stellung im Staat (sollte er jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt gestürzt oder abgesetzt werden, wird er ein normaler Bürger und bekommt keine Vorzugsbehandlung ).